Wir nennen es das Land der Faultiere

Wir nennen es das Land der Faultiere

Autor: Beth Sylver

Als wir uns für dieses wunderschöne im Dschungel gelegene Anwesen entschieden, ahnten wir nicht, welche Überraschungen diese Entscheidung noch mit sich bringen würde.

Am Hang unseres Grundstücks gedeihen ein paar Cecropia-Bäume. Diese wachsen sehr schnell und ziehen viele Arten von Tieren an. Es ist nichts Ungewöhnliches, zahlreiche Vögel zu sehen, die sich in den Ästen dieser Bäume wie zuhause fühlen, darunter Tukane, Karakaras, wilde Truthähne und Falken.

Doch beileibe nicht nur Vögel fühlen sich zu unserem Anwesen hingezogen, nein, wir haben auch regelmäßig Faultiere bei uns zu Gast. Ich erinnere mich noch genau an meine erste Begegnung mit einem der Tiere. Jemand zeigte mir in einem unserer Bäume eines der knuddeligen Faultiere. Ich war hin und weg. Allein hätte ich das gut getarnte Tier wahrscheinlich gar nicht entdeckt.

Die Tiere, die sich in unseren Cecropia-Bäumen zuhause fühlen, sind Dreizehenfaultiere. Aber auch Zweizehenfaultiere haben wir schon auf unserem Grundstück zu Besuch gehabt. Die beiden Arten unterscheiden sich in Farbe und Größe und haben sehr verschiedene Gesichter.

Es ist sehr selten, dass man beide Arten in demselben Lebensraum beobachten kann. In der Zeit, die wir hier bereits leben, haben wir schon unzählige Faultiere gesehen, -Männlein wie Weiblein. Ein Faultierpärchen kam so oft zu uns, dass wir ihnen Namen gaben.

Wir nennen es das Land der Faultiere

Dieses Jahr hatten wir das ungeheure Glück, zwei Weibchen mit ihren Neugeborenen zu beobachten. Ich konnte es erst gar nicht glauben, bis ich mir ein Fernglas nahm, und tatsächlich zwei Neugeborene ausmachen konnte.

Faultiere bewegen sich ihrem Namen entsprechend, sehr langsam von Ast zu Ast. Ihre Ernährung richtet sich nach dem verfügbaren Angebot vor Ort. Überraschenderweise gibt es nicht allzu viel wissenschaftliche Informationen über die Lebensweise der Faultiere.

Gesichert ist aber, dass die Faultiere etwa 90 Prozent ihres Lebens kopfüber von einem Ast hängend verbringen. Ein spezieller Wirbel erlaubt es ihnen, hinter ihren Rücken zu blicken und den Kopf um bis zu 270 Grad zu drehen.

Außerdem sind sie exzellente Schwimmer und können unglaubliche 40 Minuten unter Wasser die Luft anhalten. Sie verlassen ihren sicheren Platz hoch oben in den Baumkronen nur alle 7-bis 10 Tage, um sich zu erleichtern.

Wenn Sie auch gerne Mal ein Faultier sehen würden, es aber in der Natur nicht klappt und Sie mehr über die wundervolle Welt der Faultiere erfahren möchten, dann schauen Sie gerne beim Wildlife Sanctuary in Dominical vorbei. Die Faultiere warten garantiert auf Sie!

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