Mangroven- Auf Tour durch die Feuchtgebiete Costa Ricas

Mangroven- Auf Tour durch die Feuchtgebiete Costa Ricas

Autor: Julia Heinelt

In Costa Rica gibt es über 350 großflächige Feuchtgebiete, die zusammen über 7 Prozent des Landes bedecken.

Zwölf der Feuchtgebiete sind Teil der Ramsar-Konvention, die 1971 von der UNESCO eingeführt wurde.

Die Konvention hat das Ziel, die Feuchtgebiete der Erde durch internationale Zusammenarbeit zu erhalten.

In Sierpe-Terraba liegt das größte aller Mangrovenreservate Mittelamerikas. Es ist ebenso Teil der Ramsar-Konvention.

Das 3000 Hektar große Feuchtgebiet befindet sich im Süden Costa Ricas am Südpazifik gelegen, ungefähr 45 Fahrminuten von Uvita gelegen.

Vor unserer Tour wusste ich gar nicht, was Mangroven überhaupt sind. Ich habe gelernt, dass Mangroven sich aus vielen Büschen und Bäumen zusammensetzen, die an der Küstenlinie und auf den Wasserwegen landeinwärts in Gewässern wachsen. Wegen ihres weitverzweigten Wurzelsystems sind sie der optimale Lebensraum für viele Fische und andere Lebewesen.

Darüber hinaus stabilisieren sie mit ihrem Wurzelwerk und ihren ineinander verzweigten Stämmen und Ästen die Küstenlinie und helfen die Auswirkungen von Stürmen, Wellen und Ebbe und Flut auszugleichen.

In Sierpe starteten wir unsere eigene private Mangroventour.

Am Anfang fuhren wir mit dem Boot durch eine lange Wasserstraße an beiden Seiten bewachsen von großen Bäumen, die ihre langen Schatten auf das schlammige Wasser warfen.

In diesem Mangrovenökosystem lebt eine unglaubliche Vielfalt von verschiedenen Lebewesen.

Mangroven- Auf Tour durch die Feuchtgebiete Costa Ricas

Wir passierten einen schlafenden Leguan, der es sich in den Baumkronen gemütlich gemacht hatte und hatten das Glück eine riesige Schlange zu bewundern, die sich in der Sonne ausruhte. Während der ganzen Fahrt umgaben uns die Geräusche von einer Schar verschiedener Vögel, die ihre schönsten Gesänge zum Besten gaben.

Wir sahen einen Blaureiher und Kahnschnabel und eine Gruppe wunderschöner Arakangas. Die Papageien saßen hoch oben in den Baumgipfeln und genossen die Aussicht, während wir ihr wunderschön in Rot, Blau und Gelb gefiedertes Kleid betrachteten.

Das Highlight waren aber die Krokodile, die wir im Laufe der Tour bestaunen konnten. Ich sah zum ersten Mal ein Krokodil in freier Wildbahn und es war überwältigend.

Diese halb im Wasser, halb an Land lebenden, Reptilien können eine Länge von bis zu 7 Metern erreichen und über eine Tonne schwer werden.

Eines der Krokodile, die wir sahen, hatte das Maul weit aufgerissen, während es sich in der Mittagshitze sonnte. Die Tiere machen das, weil sie nur durch ihre Zunge das überlebenswichtige Sonnenvitamin D aufnehmen können.

Der Guide erklärte uns, dass es manchmal vorkommt, dass Hunde verschwinden, welche sich zu nahe an die Mangrovenwälder ran wagen. Krokodile lieben Hundefleisch. Wenn Sie einen Hund haben, stellen Sie sicher, dass er den Flüssen in dieser Gegend nicht zu nahekommt.

Wir fuhren durch eine Wasserstraße, die auf beiden Seiten von übersprießender Fauna eingerahmt wurde, während sich über uns die Äste ineinander verhakten und uns, gleich einem märchenhaften Tunnel aus Pflanzen, einschlossen.

Etwas später sahen wir unter einer Brücke Langnasenfledermäuse. Die Tierchen sind winzig. Sie missen nicht mehr als 8cm Körperlänge.

Kurz bevor unsere Tour zu Ende ging, hatten wir das Privileg, eine achtköpfige Gruppe aus Weißkopf-Makaken zu Gesicht zu bekommen. Die Affen sprangen von Baum zu Baum und hatten sichtlich Spaß miteinander. Obwohl die Gruppe Nachwuchs hatte, waren die Affen nicht scheu.

Die Tour mit „Kokopelli Mangroven Tour“ war aufregend und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Wenn Sie sich für die Wildnis und die Tiere Costa Ricas interessieren, dann kann ich Ihnen die „Kokopelli Mangroven Tour“ wirklich sehr ans Herz legen.

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